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Im letzten Beitrag haben wir ja darüber berichtet, dass bereits Kinder im Alter von 3 Jahren ein strukturiertes Markenwissen haben. Aber warum sind Marken selbst schon im Vorschulalter so wichtig in der Wahrnehmung eines Kindes?

In der Studie „Kinderwelten 2007“ wurden 4 Hauptmotive zur Markennutzung von Kindern identifiziert:
1. Integration – dazugehören und dies demonstrieren
Kinder wollen nach außen hin ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen oder Entwicklungsstufen demonstrieren. Kinder sehen bestimmte Marken als ein wichtiges Symbol ihrer Altersgruppe. So ist evtl. in einem Jahr ganz wichtig, dass es unbedingt ein Barbie-Rucksack ist, mit der nächsten Entwicklungsstufe nur wenige Jahre oder sogar Monate später, gibt es aber dann nichts Peinlicheres als einen Barbie-Rucksack.
2. Individualisierung – seine Besonderheit darstellen
Klar, Statussymbole gibt es auch bei Kindern. Was dem Vater seine Auto oder Mutter die Handtasche, ist dem Kind halt ein bestimmtes Kleidungsstück oder ein bestimmter Joghurt in der Frühstücksbox. Mit bestimmten Marken und Produkten können auch Gleichgesinnte gefunden werden. „Was du magst Fruchtzwerge Banane auch am liebsten? – ICH AUCH!“
3. Markierung – Kompetenz erwerben
Wenn man sich bestimmte Marken als Fixpunkte nimmt und sich dadurch ziemlich intensiv mit einen Thema beschäftigt, so kann man sich auch schnell als Experte positionieren. „Der Max weiß alles über LEGO!“. Und aus seinem anfänglichen Lego-Wissen wird vielleicht bald ein kleiner Experte für Raumschiffe oder Roboter.
4. Aktivierung – Handlungsanweisung erhalten
Kinder versuchen durch das Klammern an bestimmte Marken ein wenig halt in der großen Flut des Konsums zu bekommen. Wenn der Rucksack schon von Diddl-Maus ist, warum dann nicht auch der Füller, der Schreibblock oder das Lieblingsshirt? Wichtig ist dabei aber schon bei Kindern die Markenechtheit. Nichts ist peinlicher als eine billige Kopie. So tut Mutti dem Kind leider also keinen Gefallen, wenn Sie auf ein schönes Sommershirt noch eine Maus draufbügelt, weil die kleine Lisa doch diese komische Maus so mag.
Wir sehen, sowohl Kinder, als auch Eltern haben es bereits in der Vorschule nicht leicht in Sachen Markenkonsum. Umso wichtiger, dass ein Kind vor allem ein gesundes Selbstbewusstsein und offene Augen für seine Umwelt aus dem Elternhaus mitbringt. Dies aber bitteschön nicht basierend auf irgendwelche Marken o.ä. Oder mit wem würden Sie ihr Kind lieber spielen lassen:
„Aber Max hat ganz viel neues LEGO!“ oder doch lieber „Lisa weiß immer wo man ganz toll Tiere beobachten kann.“?
Aber worauf kommt es nun an, damit Kind glücklich aufwachsen? Ein paar Einblicke und Tipps gibt unser heutiger
des Tages:
Das Geheimnis glücklicher Kinder.









