Posted under Konsum allgemein
Wir alle waren schon einmal in einem Supermarkt – klar!
Aber jeder von uns ist sicherlich auch schon mal aus einem Supermarkt gekommen, und hatte im Korb einige Produkte, die er gar nicht wollte oder gar nicht wirklich braucht. Und siehe da – man ist Opfer seiner eigenen Kaufentscheidung geworden, und wir sind ordentlich von den Tricks der Supermarktbetreiber und Verkaufspsychologen beeinflusst worden. Genau diese Tricks nehmen wir heute unter die Lupe:

Auf die Größe kommt es an! Ok, wenn Sie die Wocheneinkäufe für eine 12köpfige Familie erledigen müssen, ist ein Einkaufskorb sicher zu klein. Für den Normalverbraucher ist der Einkaufskorb aber meist viel zu groß. Und das ist durchaus so gewollt, denn somit sieht der Einkauf kleiner aus als er ist, und man kauft oft mehr als man braucht.
Stop! Bisher dachten wir ja immer, dass die automatischen Eingangstüren oder Drehkreuze vor allem der Abwehr von fluchtgefährdeten Ladendieben dienen. Sie sollen aber auch die Schrittgeschwindigkeit des eintretenden Einkäufers bremsen. Denn schließlich soll er ja nicht im gleichen Tempo durch die Regale zischen, wie er vorher auf der Straße unterwegs war.
19 Grad! Dies ist die wissenschaftlich untersuchte Wohlfühltemperatur für Einkäufe, die ein Gefühl von Frische vermitteln soll und ist somit Standardtemperatur in den meisten Supermärkten.
72 bpm! Mit 72 beats per minute kommt man der durchschnittlichen Herzschlagfrequenz eines entspannten Menschen ziemlich nahe. Aus diesem Grund enthält die Hintergrundmusik in Supermärkten auch oft eben diese Anzahl an Beats pro Minute. Außerdem ist Musik mit 72 bpm auch nicht zu schnell, denn Wissenschaftler der Loyola Universität in New Orleans konnten nachweisen, dass man mit Musik auch die Schrittgeschwindigkeit und damit die Verweildauer des Käufers beeinflussen kann. Darüber hinaus wird die Musik auch an Tageszeiten angepasst: vormittags mehr Schlager für die Älteren, nachmittags moderner für die Jüngeren.
Es werde Licht! Für das richtige Beleuchtungskonzept geben Supermarktbetreiber einen Großteil ihres Einrichtungsbudgets aus. Nichts wird dem Zufall überlassen. Gelb-grünes Licht in der Gemüseabteilung lässt das Obst und Gemüse knackig und frisch aussehen. Rotes Licht verleiht dem blassen Schnitzel eine gesunde Farbe. Probieren Sie es mal aus. Nehmen Sie sich das Schnitzel oder die Paprika, und gehen ein paar Schritte vom Regal weg. In den meisten Fällen werden Sie den Unterschied sicher merken.
Ok, Sie gehen also langsam spazierend, mit einem Einkaufswagen der ausreichend Platz bietet, durch angenehm temperierte Räume, um von Musik begleitet knackig frisches Obst und saftige Schnitzel zu kaufen. Ist doch super – so wünscht man sich Service – oder?
Naja, es gibt da natürlich noch weitere Tricks um unser Kaufverhalten zu beeinflussen. Dazu mehr in unserem nächsten Beitrag.
Wer es jetzt schon ganz genau wissen will, der schaut in unseren heutigen
des Tages:
Vorsicht Supermarkt! Wie wir verführt und betrogen werden
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