October
16th 2007
Die Tricks der Supermärkte - Teil 2

Posted under Konsum allgemein

Wie man in unserem letzten Beitrag erfahren konnte, ist man den Tricks der Verkaufsstrategen bereits ausgesetzt, wenn man den Supermarkt nur betreten hat. Gehen wir nun also weiter auf dem Weg der „verkaufsfördernden Maßnahmen“ in einem Supermarkt.


Der richtige Riecher! Der Profi spricht hier von „Duftmarketing“, wenn über Gerüche z.B. Appetit erzeugt und somit ein Kaufimpuls gesetzt wird. So wird z.B. der Duft von frisch gemahlenem Kaffee oder frischem Brot eingesetzt, um eben diese zu verkaufen. Der Duft von Zitronen verleiht ihrem Einkauf etwas sommerliches, während zu Weihnachten eine leichte Note von Spekulatius in der Luft liegt. Dies liegt nicht etwa an den Spekulatius im Angebot, oder der Bäckerei nebenan. Vielmehr werden solche Duftstoffe gezielt über die Klimaanlage oder Duftsäulen, sogenannte „Raumluftaufwerter“, verteilt. Hierbei wird übrigens auch mit Duftstoffen gearbeitet, die man gar nicht bewusst wahrnimmt, die aber dennoch Kaufimpulse auslösen können.

Der Weg ist das Ziel! Die Wege im Supermarkt sind meist so angelegt, dass man für den Einkauf von Waren des täglichen Grundbedarfs meist den kompletten Supermarkt ablaufen muss. Auch sind die Regale nicht zufällig angeordnet. Ein Rechtshänder der linksrum läuft, schaut und greift meist nach Rechts. Auch die Gangbreite ist kein Zufall. Alles deutlich unter 2 m wird als zu eng wahrgenommen, alles deutlich über 2 m verleitet zum schnelleren Gang. Deswegen sind die Gänge eben meist genau 2 m breit.

Augen geradeaus! In Augenhöhe sind meist die teuren Produkte aufgereiht. Wer die Schnäppchen haben will, muss in die Knie gehen oder ganz nach oben greifen. Auch die gewohnte Leserichtung des Käufers wurde beachtet. So liegen die teureren Produkte oft rechts und die günstigen Produkte meist unten links.

Ich will, ich will, ich will! Na klar, der eigentlich bekannteste, weil offensichtlichste Verkaufstrick sind die Süßwaren im Kassenbereich. Aber jeder hat schon eine arme Mutter (oder Vater) erlebt, die sich nur schwer durch diese Zone kämpfen konnte. Denn schließlich interessieren sich Kinder einen Sch…. für irgendwelche Verkaufsstrategen. Und geben Sie es zu: Auch Sie haben bei der Wartezeit an der Kasse schon mal zugegriffen, oder? Ist ja auch kein Wunder, denn schließlich sind 30 -60 % aller Einkäufe Spontankäufe, und immerhin 10 % landen im letzten Moment im Korb.

Weitere Tricks gefällig? Die Kollegen von AOL haben diese und noch weitere Tricks, wie Großpackungen oder unechte Gütesiegel, entlarvt: Rotlichtviertel im Supermarkt! Die neuen Verkaufstricks.

Genug von Verkaufstricks und Konsumentenbeeinflussung? Dann lesen Sie hier das Tagebuch einer Konsumentin, die versucht hat, ein Jahr lang nichts zu kaufen was die normalen Grundbedürfnisse übersteigt. Unser heutiger des Tages: No Shopping!

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