Posted under Nachwuchs
Wie wichtig ist es eigentlich bei der Namenssuche auch daran zu denken, ob man mit dem einen Namen später evtl. mehr Erfolg haben könnte, als mit dem anderen?
Gibt es nun Namen, die besser oder schlechter für eine spätere Karriere sind?
Im Buch Freakconomics wird zu diesem Thema ein Beispiel aus den USA angeführt. In einem Land wo zum Einen die Namen deutlich ungewöhnlicher sein können, zum Anderen aber auch oft eindeutige Zuordnung zu bestimmten Bevölkerungsgruppen zulassen (es gibt dort eindeutig schwarze und eindeutig weiße Namen), und darüber hinaus Bewerbungsfotos unüblich sind, kann es durchaus möglich sein, dass bestimmte Jobs einfach nicht an bestimmte Namen vergeben werden.
In einem angeführten Beispiel gab ein Vater einem Sohn den Vornamen Winner (deutsch: Gewinner) und dem anderen Sohn den Vornamen Loser (deutsch: Verlierer). Nunja, also eigentlich ziemlich deutliche Vorraussetzungen um die Wirkung von Namen auf den späteren Erfolg zu beurteilen.
Also mittlerweile (die Söhne sind erwachsen) könnte es gut vorkommen, das Winner mit Loser beruflich zu tun hat, denn Winner hat eine beachtliche Gangsterkarriere hinter sich, und könnte somit gut in einem Polizeirevier am Schreibtisch vom erfolgreichen Polizist Loser zum Verhör sitzen. Loser (der von seinen Kollegen nur Lou genannt wird), hat nämlich auch trotz seines Namens eine solide Karriere bei der Polizei hingelegt. Haben Namen also wirklich Auswirkung auf die Karriere?

Um z.B. aus der Masse hervorzustechen und Aufmerksamkeit zu erregen – ein nicht unwichtiger Fakt, um z.B. mit seiner Bewerbung auf dem Schreibtisch eines Personalchefs in den Fokus zu geraten - kann ein Name durchaus wichtig sein. „Er ist auf jeden Fall wichtiger als die Krawatte, die jemand umhat.“ sagt Mario Schmitz-Buhl, Organisationspsychologe. Durchschnittsnamen gehen seiner Meinung nach oft unter, weil sie wenig Erinnerungspotential haben. Einige Unternehmer kürzen z.B. ihren 2. Vornamen einfach ab und führen in dann auf Visitenkarten auf – nur um interessanter zu werden und somit in Erinnerung zu bleiben. John F. Kennedy, George W. Busch oder Homer J. Simpson sind ein paar Beispiele dafür.
Weitere interessante Fakten zu diesem Thema greift der FAZJOB-Artikel „Stefan Schmidt könnte sich nicht Stefan Goethe nennen“ auf. Auch die Bild-Zeitung hat sich mit diesem Thema beschäftigt, und stellt im Artikel „Klingt mein Name nach Karriere?“ sogar eine Liste zur Verfügung, in der die geläufigsten Vornamen danach untersucht wurden, wie erfolgsversprechend sie für eine Karriere sind.
Wenn Sie übrigens mehr zu der Geschichte von Winner und Loser, beliebten Vornamen und deren Auswirkung auf die Karriere aber auch zur Frage: „Was ist gefährlicher für ein Kind, ein Revolver oder ein Swimming Pool?“ wissen wollen, so empfehlen wir einen Blick in unseren heutigen
des Tages: Freakonomics. Überraschende Antworten auf alltägliche Lebensfragen
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